Tea leaves

Die Köchin ist wirklich ein Goldstück und hat das süßeste Lächeln im ganzen Büro. Sie schenkt mir heißes Wasser ein, in das sich zu ihrem Unmut ein paar Teeblätter verirrt haben. Normalerweise macht sie alles sehr sorgfältig, aber da wir gerade so günstig stehen, schüttet sie das Wasser mit einer raschen Handbewegung aus dem Fenster.

Ich muss an „Harry und Sally“ denken, an die Szene, in der sie im Auto sitzen und er lässig die Traubenkerne aus dem Fenster spuckt. Nur ist das Fenster leider geschlossen. Mein Bürofenster ist offen, aber der Köchin ist das Fliegengitter entgangen, aus dem sie nun seufzend die Teeblätter klaubt.

Schon neulich hat sie mich überrascht, als ein Stück Brot unter den Schreibtisch gefallen war. Sie bückte sich rasch danach, küsste es von allen Seiten und legte es mir strahlend ganz oben auf den Teller: Das sei jetzt ein besonders gutes Stück Brot!

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Eine Antwort to “Tea leaves”

  1. Fährfrau Says:

    So wird aus einem einfachen Stück Brot ganz schnell ein köstliches Baiser – und aus einem Fliegengitter ein Teesieb. 🙂

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