Drache in Märchenhaft

Neulich ergab sich eine ebenso lustige wie peinliche Situation, als ein Freund mich im Büro abholen wollte. Er rief an und sagte, er stehe vor dem Tor. Ich stand ebenfalls vor dem Tor, aber von innen und konnte nicht raus. Wenn einer der beiden Wächter Brot holen geht, ist es dem anderen zu  unbequem, ihn erst raus- und dann wieder reinzulassen. Wer also das Haus verlässt, schließt hinter sich ab, und wer zu diesem Zeitpunkt drin ist, bleibt auch drin.

Zurück zu jenem Tag: Ich höre aus dem Auto auf der Straße Schenkelklopfen, so kann nur ein Bayer johlen: „Mei, i glaubs net, die Chefin hat keinen Schlüssel zum Büro!“ Noch eine ganze Autofahrt lang werde ich damit aufgezogen. 

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Der goldene Schlüssel

Den Spott noch in den Ohren, speie ich am nächsten Tag ein bisschen Feuer und ordere einen eigenen Schlüssel. Wie bei allem, bei dem dem Team nicht ganz einleuchtet, warum, dauert es etwas länger. Als ich nach knapp zwei Wochen nun den Schlüssel in Händen halte, entschädigt der  Anblick aber vollends fürs Warten. Der golden schimmernde, handgefeilte Schlüssel sieht aus wie die Requisite eines Märchenerzählers.

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Eine Antwort to “Drache in Märchenhaft”

  1. Fährfrau Says:

    Mit einem (mangelnden) Schlüssel wirst Du aufgezogen, da mach ich mir schon Sorgen um Deine Anatomie – oder vielmehr Mechanik?
    Diesem märchenhaften Schlüssel kann in der Tat nicht einmal ein Zacken aus der Krone, Verzeihung, dem Bart fallen.

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