Guter Grund für Radieschen

Zum Tor hin wollten wir eigentlich etwas schön hochwachsendes pflanzen. Kein Problem, sagte der Wächter, wir nehmen Sonnenblumen, die wachsen schnell, und ich habe da auch eine spezielle iranische Sorte, die außerordentlich groß wird. Zum Abschied rief er mir nach, er bräuchte noch Dünger, sieben Kilo schwarzen, sieben Kilo weißen, und wenn ich wiederkäme, wäre der Rasen eine Pracht, gar nicht zu reden von den Sonnenblumen. 

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Radieschen, von vorne besehen

Ich sehe bei meiner Rückkehr in der Tat große Veränderungen. Das Gras ist gediehen, die Granatäpfelbäume blühen, die Maulbeeren reifen. Der Rasen ist übersät mit kräftigen jungen Pflanzen, die ich auf den ersten Blick für Sonnenblumen halte – vielleicht nicht die hochschießenden iranischen, sondern eine niedrigere Sorte? Ich beuge mich herunter und sehe: Es handelt sich um Radieschen, auch schon von gehöriger Größe. Als wir uns daran  machen, eins zu ernten, schaut der Wächter angeekelt: „Die sind nicht gut. Da haben wir doch gedüngt!“

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Eine Antwort to “Guter Grund für Radieschen”

  1. Fährfrau Says:

    Unter den Radieschen könnt Ihr dann nun wohl all Eure Hoffnungen auf Sonnenblumen begraben. 🙂

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