Herr Müller im Exil

Bild026Vor Jahren erzählte mir eine Freundin betrübt, dass ihr Wunschmitbewohner nun doch nicht einziehen würde. „Herr Müller“, wie er heißen sollte, war nicht nur gutaussehend sondern auch pflegeleicht. Er hätte kein eigenes Zimmer gebraucht. Stattdessen war ihm ein schönes rundes Glas in der Zimmermitte reserviert. Dem stand allerdings die deutsche Tierschutzgesetzgebung entgegen, die diese Art des Haltens einzelner Goldfische untersagt. 

Ich habe Herrn Müller und viele seiner Verwandten nun in deutlich beengteren Wohnverhältnissen wiedergesehen. Aus wassergefüllten Plastikbeuteln an fahrbaren Ständen betrachten sie mit großen Augen, insgesamt aber eher gelangweilt, das Straßenleben Kabuls.

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2 Antworten to “Herr Müller im Exil”

  1. Fährfrau Says:

    Trübe Aussichten – aber immerhin sicherer, als als Goldfisch in Kabul Fahrrad zu fahren? So haben sie wenigstens einen fischgerechten „Airbag“! Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass es die Müllers auch in Afghanistan wie Sand am Meer gibt. 😉

    • andromeda8 Says:

      Besser als mit dem Fahrrad, ja, aber auch in dieser Konstruktion würde ich als Fisch sofort landkrank werden 🙂

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