Unverdorbene Früchtchen

Unser Garten ist so groß, dass wir immer noch Entdeckungen machen. Die jüngste ist ein Maulbeerbaum, der ganz andere Beeren trägt, als der andere. Sie wachsen direkt auf den Zweigen, sehen aus wie große Brombeeren und schmecken auch so ähnlich. „Tut Kandahari“, Kandahar-Beeren, nennt sie unser großer Wächter, und solche wie diese kann man an den Ständen auf der Straße nicht kaufen.

Der Grund mag sein, dass die reifen Beeren schwierig zu ernten sind, weil sie so weich und saftig sind. Am besten sind sie, wenn man sie nach dem Waschen ins Eisfach stellt und dann halbgefroren genießt.

Wir können nur hoffen, dass unsere Nachbarn nicht zufällig gerade in dem Moment in unsere Baumkrone blicken, als wir pflücken. Sie würden zwei in schwarz gehüllte Gestalten erblicken, von deren Händen und Armen der rote Saft nur so trieft.

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