Echte und unechte Exeter

Seit der letzten Reparatur unseres Boilers im oberen Badezimmer klemmt hinter seinem Rohr ein Teil, das vorher darin war. Ich weiß, worum es sich dabei handelt: einen Exeter. Diese Erkenntnis verdanke ich der Lektüre des Wörterbuchs „Der tiefere Sinn des Labenz“, in dem Douglas Adams all den Dingen, die jeder schon mal gesehen hat, aber für die niemand einen Namen hat, eine Bennung zuordnet. Wer kennt es nicht, dass er ein kaputtes Gerät auseinander- und wieder zusammenbaut, es funktioniert danach einwandfrei – aber ein rätselhaftes Teil ist übriggeblieben? Jetzt wissen wir, es gibt eben diese Exeter auch in afghanischen Boilern.

Gestern hat sich ein anderer Klempner im unteren Bad auf die Suche gemacht, dabei jedoch das genaue Gegenteil gefunden.

Wir kennen diesen Reparateur eigentlich besser, als uns lieb ist. Er war es, der die Wasserpumpenreparatur unvollendet ließ, weil wir ihn leider zu gut und zu früh bezahlt haben. Nachdem er eine Weile unauffindbar war, hat er gestern den Moment abgepasst, an dem ich nicht zu Hause war. Dann hat er sich am Tor aufgeplustert, er sei der Ingenieur, der zur Reparatur des Boilers komme.

Ehe den anderen bewusst wurde, wer er ist und – was in diesem Fall wichtiger gewesen wäre – dass der Boiler einwandfrei funktioniert, hatte er ihn schon auseinandergeschraubt und eine notwendige Reparatur von 100 Dollar diagnostiziert. Zum Glück macht dieser Preis C. misstrauisch, so dass er den Klempner rasch rauskomplimentierte. Nur blieb dabei leider der Heizstab auf der Strecke, so dass wir jetzt wieder einen Klempner rufen sollten …

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