Pandemie verhindert sitzenbleiben

Wochenlang war das ohnehin schon einsame Schwein im Kabuler Zoo noch einsamer, weil es wegen der Schweinegrippe in Quarantäne musste. Nun grunzt das Tier putzmunter wieder durch sein Gehege aber läuft Gefahr, durch Besucher angesteckt zu werden.

Die „Staatliche hohe Kommission zur Bekämpfung der Schweinegrippe“ hat riesige Zeitungsannoncen geschaltet, in denen sie deutliche Worte für das findet, was ihrer Ansicht nach in Afghanistan unausweichlich ist:  „Rund 70.000 Menschen werden an den Folgen der Grippe sterben.“ Weiter unten folgen eine Reihe sinnvoller Ratschläge, wobei nicht alle leicht zu befolgen sein werden. Während es gehen mag, „Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen“ abzusagen, droht ein wochenlanges Verbot von Feiern in den Hochzeitshallen letztere in den Ruin zu stürzen und viel familiären Unfrieden heraufzubeschwören.

Alle Schulen und andere Bildungseinrichtungen sind für die nächsten Wochen geschlossen. Ich frage den Finanzmanager, wie das bei seinen Kindern ist und wie es mit den Prüfungen laufen soll. Eigentlich hätten bald die Abschlussklausuren sein sollen. „Dafür gibt es eine Sonderregelung. Gleichzeitig mit der Grippe-Verordnung ist beschlossen worden, dass dieses Jahr alle Schüler bestehen werden.“

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