Spionageabwehr

Heute fährt der Fahrer an unserer Straße vorbei. Ich denke, vielleicht habe ich eine Sperrung übersehen. Er fährt auch an der nächsten vorbei – was ich noch als geschicktes Sicherheitsmanöver deute, um nicht immer den gleichen Weg zu nehmen. Bei der dritten Straße schlägt er sich an die Stirn: „Als würde ich dich nicht jeden Tag nach Hause bringen! Hab ich doch glatt vergessen abzubiegen.“ Wir wenden, während der Fahrer immer noch über seinen Irrtum kichert und vor sich hinmurmelt, wie er sich bloß hätte verfahren können. „Ach was, verfahren,“ sage ich, „in Fachkreisen nennt man das ‚countersurveillance‘, „Gegenüberwachung“, mit der wir bloß feststellen wollten, ob uns jemand folgt.“

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Eine Antwort to “Spionageabwehr”

  1. Fährfrau Says:

    Schade, hätte ich das nur mal vor 9 Jahren gewusst, als ich auf dem Weg zur Arbeit den völlig falschen Bus nahm: „Nein, nein, ich hab mich nicht verfahren! Ich wollte nur mal sehen, ob mich die Arbeit auch verfolgt …“

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