Schätzchen unterm Regenbogen

Schön sieht es aus, Kabul im Frühling. Nach dem langen staubigen Spätsommer im Herbst ist die Stadt auch im Winter eher in grau und beige getaucht. Kaum wird Frühling, gibt es für die Pflanzen kein Halten mehr. Alles schießt in die Höhe, als gelte es, die vergangenen Monate aufzuholen.

Dieser Tage ist der Himmel bewölkt, es ist schwül, und statt ins Blaue starren wir auf eine gelbstichige Wolkendecke. Ein Gewitter ist da ganz willkommen. Während wir unterwegs sind, erblicke ich den Regenbogen am Himmel. Der Fahrer sieht erst gar nicht was ich meine. Er betrachtet die Erscheinung intensiv: „Die Leute sagen, unter dem Regenbogen werden Männer zu Frauen und Frauen zu Männern.“ – „Nein! Wirklich?“ rufe ich aus.  Er hebt entschuldigend die Hände und lacht: „Ich sag das nicht. Aber die Leute!“

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