Taxis

Man kann quer durch den Raum sehen, wie sich die Augenbrauen von Saheb I. zusammenziehen. Er scheint gar nicht glücklich über die Männer, die sich mit seiner Nichte unterhalten.“Dieser … Bashir,“ empört er sich, als ich mich zu ihm geselle, „den hättest du mal sehen sollen, als wir reingekommen sind. In der Dunkelheit hat er mich nicht gleich gesehen, und kam bei ihr so an … “ er imitiert einen sich anbiedernd vorbeugenden Herrn, der mit tiefem Blick in die Augen und einem laschen Händedruck dem RevolutionaryGirl zu nahe kommt.

„Und dann der andere!“ Anklagend weist er auf einen Herrn, der sich gerade am Grill bedient. „Der ist ihr auf die Veranda nachgestiegen und hat wirklich direkt vor ihr gestanden, während sie miteinander gesprochen haben! Viel zu nahe!“ Ich sage, er solle das nicht so hoch hängen, beides seien Freunde meines Mannes, und mit mir würden sie sich auch immer so unterhalten. „Ich weiß auch gar nicht, was du  hast,“ stimmt RevolutionaryGirl ein.

„Ich will doch nur, dass sie dich nicht für ein Taxi halten!“ sagt er. Sie schaut ihn verständnislos an. „Ein Taxi?“ – „Ja. Du weißt, doch, es gibt Taxis und Privatautos. Und bei Taxis kann ja jeder mitfahren.“

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2 Antworten to “Taxis”

  1. hondaforone Says:

    hoffentlich ist dein Mann nun nicht in schlechtes Licht geraten….mit solchen Freunden???

  2. RevolutionaryGirl Says:

    Hahahaha, nein, der Mann kann ja nichts dafür!
    Mein Onkel ist einfach nur sehr empfindlich 😀

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