Rührendes Wachpersonal

Wegen der bei allen Organisationen üblichen Taschenkontrollen überlegt man sich in Kabul gut, was man wohin mitnimmt. Das Wachpersonal der europäischen Polizeitrainingsmission hat sich neulich köstlich über meine mit Tüten-Nudelsuppen vollgestopfte Handtasche amüsiert.“Es gibt hier auch was zu essen, das brauchst du nicht mitzubringen,“ meinten sie.

Madame C. wollte derweil mit einer selbstgekochten Nudelsoße auf ein UNO-Gelände. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft dieser riesengroße Topf kontrolliert wurde! An einer Stelle hat der Wächter seinen Stift herausgeholt und damit einmal in dem Topf herumgerührt. Ich habe meinen Augen kaum getraut. ‚Was machen Sie denn da?‘ habe ich gefragt, aber er meinte, er könne ja nicht wissen, was sich in dieser Soße verberge.“

Kaum haben wir uns wieder eingekriegt, meint sie, es komme noch besser: „Ein Freund wollte neulich diesen pakistanischen Milchtee trinken, und hat dann zum Teehausbesitzer gesagt, da sei aber kein Zucker drin. Der hat erstmal seinen Zeigefinger reingesteckt und umgerührt, den Finger dann abgeleckt, noch mal gerührt und gesagt, doch doch, der ist süß.“

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Eine Antwort to “Rührendes Wachpersonal”

  1. smartfortwo Says:

    Ich fühle mich erinnert an einen Sketch, in dessen Verlauf der Kellner im Beisein der Gäste erst einmal probiert, ob alle Gerichte auch wirklich gelungen sind:)

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